Dienstag, 26. Mai 2009
und plötzlich ist da ...
Seit gestern hab ich das Gefühl, das mir mein Leben zwischen den Fingern zerrinnt ohne richtig gelebt und etwas wichtiges verpasst zu haben. Ich kann keinen Anlass ausmachen. Ich bin tief in mir traurig. Montagsdepression? Doch heute hält das Gefühl nachhaltig an.
Wann hat es denn begonnen? .... Eigentlich begann es schon am Sonntag beim Lesen der Nachrichten. Mir fehlen Freuden im Leben, die ich doch auch habe, mir aber nicht mehr zu genügen scheinen. Ich spüre momentan eine innere Leere, die ich scheinbar mit nichts ausfüllen kann.
Das Wetter gibt mir heute noch den Rest und verstärkt das Gefühl. Na, klasse!
Hallo Universum, schenk mir ein Wunder, damit dieses Gefühl sich für immer in Nichts auflöst!
Freitag, 22. Mai 2009
Hilfe!! Bin hoffnungslos infiziert!! ....
Es sollte eine Warnung drauf stehen, wie: "Das Hören der Musik kann süchtig machen" oder "Vorsicht! Musik nistet sich für imme in Ihren Synapsen ein!". Ich bin hoffnungslos infiziert mit der Musik von Abba bzw. mit Mamma Mia!. Den Film hab ich ausgeliehen und ihn einmal in Deutsch, danach das Zusatzmaterial mit dem Making Of und danach nochmals den Film im Originalsprache mit Untertitel zum Mitsingen.
Heute war ich unterwegs, vorher Abba Musik auf meinen iPod geladen und die ganze Zeit Abba gehört. Im Original mörderisch für meine Stimme, der Range ist zu hoch für mich *heul* Trotzdem mitgesungen, Bauch- und Kopfstimme abwechselnd. Gott sei Dank war ich allein Auto! Die Filmmusik wurde einige Tonlagen tiefer gelegt, ideal für mich *grins*.
Trotz alledem der Film ist zu schön und ich habe festgestellt, Perce Brosnan würde ich nicht von der Bettkante stossen .... Frei nach dem Motto "Gimme! Gimme! Gimme! a man after midnight ... " *lalalalal*
Donnerstag, 21. Mai 2009
Brief an einen unbekannten Vater
Ich frage mich, ob es dich noch gibt und ob - wo deine Tage gezählt sein werden - ich dir auch in den Sinn komme. Du hast nie nach mir gefragt oder dich um mich gekümmert. Du hast all meine persönlichen Meilensteine verpasst.
Gerne hätte ich dich kennengelernt und erfahren, welcher Teil in mir von dir stammt. Wie ich hörte hast du wie ich gerne gut gegessen und man sah es dir auch ein wenig an. Ich habe nie einen Held aus dir gemacht, dazu warst du mir immer zu weit fort. Vielmehr war ich auf dich wütend bis hasserfüllt und es gab Momente, in denen ich dir die Krätze an den Hals gewünscht habe. Du hast es dir einfach gemacht, bist weitergezogen und hast uns im Stich gelassen. Es gab Zeiten, da hätten wir dringend Hilfe gebraucht, doch die hast du uns versagt. Überheblich, arrogant und mit einer Angst, dein Ruf könnte Schaden nehmen. Mein Gott wie erbärmlich!
Heute bin ich abgeklärter, denn ich weiss mit dir in meiner Nähe, wäre ich nicht zu der Frau geworden, die ich heute bin. Stark, leidenschaftlich und optimistisch. Alles, was ich erreicht habe, habe ich allein geschafft. Ausser einem kleinem Spermium kein weiterer Verdienst.
Und doch kehren meine Gedanken heute nach langer Zeit wieder zu dir zurück und ich frage mich warum. Ich lasse dich hiermit in Frieden ziehen, damit auch ich für die nächsten Jahre weiter Frieden haben kann.
Deine unbekannte Tochter
Dienstag, 19. Mai 2009
Aus den Fugen ...
Die Finanzkrise hat sich zur Systemkrise gewandelt. Und immer noch versuchen die Politiker und die Manager an den Schaltstellen am System festzuhalten. Wenn nur genug Geld vom Staat reingebuttert wird. Doch der Staat sind wir! Die Manager, die für gute Arbeit kein gutes Geld mehr zahlen wollen und können. Wo sollen denn die Steuergelder herkommen?
In meiner bescheidenen Welt, gerät die Stimmung immer mehr an den Tiefpunkt. Noch fühle ich mich an meinem Arbeitsplatz sicher. Doch die Sparmassnahmen nehmen mittlerweile skurile Formen an, während Mitarbeiter und Führungskräfte über Sinn und Unsinn von Einsparungen diskutieren anstatt anzupacken. Alles lahmt, nichts geht vorwärts und von der Unternehmensleitung kommt nichts positives. Wo sind die ach so laut propagierten Unternehmenswerte? Ich bekomme mit, wie bei vielen Kollegen diese Krise zur Existenzfrage wird. Da kann es einem schon sehr mulmig werden.
Als ich heute heim kam war ich fix und fertig, keine Energie mehr. Mußte erst mal raus, eine Runde laufen. Und das tat so richtig gut. Licht, Sonne, Felder und Wiesen gaben mir einen richtigen Energieschub. Als ich heimkam, hat Mütterlein für uns gekocht. Nun sitze ich zufrieden am Rechner und lasse den Tag Revue passieren. Zeit, zur Ruhe zu kommen .....
Sonntag, 17. Mai 2009
Meine innere Schweinehündin und ich


Sonntag, 10. Mai 2009
Darf ich vorstellen, ....

"Gut und richtig leben mit dem inneren Schweinehund: Das Wertebrevier für den Alltag"
Betty ist meine dunkle Seite, die meine guten Vorsätze und Pläne durchkreuzt und mit der ich leben muß. Sie war schon immer da, nahezu unbemerkt und trotzdem mischt sie mächtig in meinem Leben mit. Und sie lässt sich nicht so einfach kündigen, denn so ein innerer Schweinehund bleibt einem für's Leben. Keine Sorge, jeder hat so eine(n) niedliche(n) unsichtbare(n) BegleiterIn.
Das Buch handelt von den Tugenden und den Untugenden, die heute gewollt, angestrebt und zum Teil auch gelebt werden. Die meisten Tugenden sind wieder modern geworden. Jedes Unternehmen hat sogar seine Unternehmenswerte, mit denen sie ihre Mitarbeiter auf Kurs bringen wollen. Doch das ist in einem Unternehmen so eine Sache. Wenn Werte von aussen an einen herangetragen werden, wirken sie nicht selten moralisierend. Andererseits sollen sie das Image und die Grundhaltung eines Unternehmens prägen. Leider werden solche Werte nur halbherzig vermittelt. Da bereitet die Geschäftsleitung Folien vor mit Werten wie Begeisterung, Leidenschaft, Disziplin, Integrität etc. und lässt diese von den Führungskräften den Mitarbeitern vorstellen. Doch eine Diskussion findet selten statt und ein Handlungs-Leitfaden fehlt. Was verstehen denn die "Erfinder" der Unternehmenswerte denn ganz konkret selbst unter diesen Werten? Wenn man etwas Glück hat, finden sich blumige, nebulöse Aussagen.
Betrachtet man dann die Entscheidungen und Handlungen des Topmanagements im Lichte seiner selbst definierten Werten, kommt man schnell ins Grübeln. Denn deren Handlungen lassen exakt diese Werte vermissen. Hat ihnen den niemand gesagt, dass die geäusserten Werte auch konsequent gelebt werden müssen, um glaubwürdig zu bleiben? Werte werden schnell über Bord geworfen, wenn sie anstrengend und unbequem werden.
Doch ich schweife ab. Es geht ja hier um meine innere Schweinehündin und ich muß zuerst bei mir selbst anfangen, um überhaupt etwas verändern zu können. Und da gilt es, sich an den Kant'schen kategorischen Imperativ zu halten:
"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."
Montag, 4. Mai 2009
Wagnis und Aufbruch
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
sagte bereits Seneca vor unendlicher Zeit und ich frage mich, warum es uns immer wieder schwerfällt etwas Neues zu wagen. Was haben wir zu verlieren?
Für mein seit langem geplanten Projekt eines taoistischen Zentrums kann ich nur sagen, daß ich mich einerseits nicht gut genug fühle, andererseits fehlen mir die Geldmittel, um an dieses Wagnis heranzugehen. Wenn es schief gehen sollte, dann sollte der Verlust mich nicht in die Schuldenfalle treiben. Momentan sehe ich nur einen großen Berg mit einem Dschungel vor mir und ein Bergführer nirgendwo in Sicht.
Momentan schlage ich beruflich einen neuen Weg ein und ich spüre, daß es neue Energie mit sich bringt. Ein Hauch von Aufbruch. Dabei betrete ich Neuland, muß mich neu einfinden. Gleichzeitig ist das Risiko überschaubar, denn ich kann jederzeit wieder zurück. Das gibt mir Vertrauen.
Ist es das, was die Leute scheuen, die Angst vor dem Versagen, dem Scheitern? Oder scheuen sie den Aufwand, den es mit sich bringt, etwas Neues anzufangen. Das Lernen von neuen Dingen. Die ausgetretenen Pfaden sind einfacher zu gehen, es ist ja alles so vertraut und bequem. Heissen die beiden Hemmfaktoren Angst und Bequemlichkeit?
Man sagt, wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Doch die Kraft zu finden, den inneren Impuls für etwas Neues in Gang zu setzen ist schon groß. Ist aber einmal die Entscheidung getroffen, dann läuft die Sache in einer eigenen Dynamik. Das ist spannend und bringt einen wieder ins Leben zurück.
Ich habe die Hoffnung für die Umsetzung meiner privaten Vision noch nicht aufgegeben. Wie sagte Laotse so treffend?
"Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit
einem ersten Schritt"
Sonntag, 3. Mai 2009
Endlich ein bisschen zur Ruhe gekommen ...
Und ich habe das tolle Wetter am Wochenende genossen und bin mal wieder in den Hohenheimer Park zum flanieren. Endlich wieder Frühling und alles Leben bricht hervor zu einer neuen Runde. Dienstag, 28. April 2009
Durcheinander ...
Heute war Betriebsversammlung und mich beschleicht das Gefühl, dass die Lage schlimmer ist, als bekannt gegeben. Das Massnahmenpaket ist nicht ausgewogen, mit der heissen Nadel gestrickt und der Betriebsrat lobt sein mageres Ergebnis als grossen Erfolg. Die meisten fühlen sich über den Tisch gezogen.
Desillusioniert sind wir alle an die Arbeit gegangen in der Hoffnung, daß alles recht schnell wieder gut wird. Alles ist offen und ich bemühe mich um Optimismus. Und genau das fällt mir gerade schwer.
Ein Lichtblick! Der OnlineShop meiner Freundin steht und ist produktiv. Tolle Brillen zu tollen Preisen. Ich freue mich, daß ich ihr helfen konnte. Wir haben das am Wochenende bei einem netten Essen fröhlich gefeiert. Das tut gut! Ich bin davon überzeugt, dass es bei ihr weiter aufwärts gehen wird.
Wenn alles um dich herum finster ist, hab keine Angst, das Licht ist da, es hat sich nur versteckt! Es wird kommen, ganz sicher! *auf die eigene Schulter klopf*


