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Freitag, 27. Februar 2009

Es kann der Friedlichste ...

...nicht in Frieden leben, wenn der Nachbar immer stört.

Nicht allein, daß er sich wegen jeder Kleinigkeit beschwert und nachts durch das Treppenhaus schleicht. Zu allem Übel mußte ich heute morgen entdecken, daß mein Verlängerungskabel in der gemeinschaftlichen Waschküche fehlt. Weg! Einfach weg! Geklaut, gestohlen und gemopst.

Kaum, daß ich mich besser fühle, kommt nun das. Den ganzen Tag dreh ich deswegen am Rad. Heute abend hab ich eine eMail an die Hausverwaltung geschrieben. Mal sehen was da kommt. Eine Stunde habe ich für die wirklich sachliche Formulierung gebraucht!

Es kann eigentlich nur mein Nachbar sein, denn er ist der einzige, der nachts rumschleicht. Aber ich kann es nicht beweisen.

So bleibt mir nur, Ruhe zu bewahren, loszulassen und meine Energie auf wichtigere Dinge zu lenken, in dem Vertrauen, daß die kosmische Gerechtigkeit für eine entsprechende Rechnung sorgt. Oder wie meine Großmutter schon sagte, "Gottes Mühlen mahlen langsam, aber trefflich fein"

In diesem Sinne gehe ich nun ins Bett.


Gute Nacht!

Mittwoch, 25. Februar 2009

Mitgefühl

Die Finanzkrise bringt immer mehr absurde Aktivitäten mit sich, die mich nur meinen Kopf schütteln lassen. Die Sparmassnahmen werden immer aberwitziger. Doch die sind mir immer noch lieber. Doch nun kommen die ersten Opfer in mein Blickfeld. Und ich kann ihnen nicht helfen.

Habe letzte Woche erfahren, daß einer unserer externen Kollegen nicht mehr weiter beschäftigt wird und nächste Woche uns verlassen wird. Wenn seine Firma kein Nachfolgeprojekt findet, wird er wahrscheinlich seinen Job ganz verlieren.

Heute habe ich erfahren, dass weitere externe Kollegen nicht mehr weiter beauftragt werden und nächste Woche ebenfalls für uns nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Aufgaben werden dann von Produktionsmitarbeitern übernommen, um denen die Kurzarbeit zu ersparen. Des einen Freud, ist des anderen Leid.

Es ist mir schwer um's Herz ...

Samstag, 21. Februar 2009

Alt werden

Es fällt mir auf, daß ich die vergangenen Wochen öfters auf einige Diskussionen und Interviews zum Thema Alter stoße. Ich komme da verstärkt ins Grübeln.

Mit 50 Jahren werden ja meine Tage, die vor mir liegen, immer weniger als jene hinter mir. Und ich frage mich, wie wird mein Leben in 20 oder 30 Jahren ausschaun? Das Leben flutscht einem so durch die Zeit. Ich habe immer noch das Gefühl Mitte 20 zu sein und mein inneres Kind fordert immer noch seinen Tribut. Das Leben ist für mich immer noch genauso süss wie damals und ich will noch so viel lernen und erreichen. Unter diesen Gefühlen mischt sich dann gleichzeitig das Gefühl und die Angst, Gelegenheiten und meine Zeit verpasst zu haben.
Meine Mutter hat mich, doch wen werde ich haben? Das Leben hat für mich keine Kinder vorgesehen, wobei Kinder ja keine Garantie gegen das Alleinsein im Alter sind. Partnerschaften sind heute ebenso zerbrechlich. Wer wird an meiner Seite stehen, wenn ich körperlich und geistig abbaue? Gerade in jenen Momenten, wenn ich auf Diskussionen über das Alter stosse, macht mir der Gedanke besonders Angst. Ich frage mich, wo meine Träume, und Wünsche geblieben sind.

Doch eine Vision habe ich! Ich bleibe körperlich und geistig fit bis zu meinem letzten Atemzug - Om tare tuttare ture soha

Donnerstag, 19. Februar 2009

Alles wird gut!

Über einen Newsletter bin ich auf das das dritte Lotka-Volterra-Gesetz gestossen, das mir Mut macht.

Worum geht es denn im Lotka-Volterra-Gesetz? Das Gesetz wird in der Biologie und Ökologie angewandt und es geht um die Populationsdynamik in der Räuber-Beute-Beziehung.

Die erste Regel besagt, dass die Population der Räuber, jener der Beute hinterher folgt. Logisch, gibt es viele Beute, vermehren sich die Räuber stärker durch das gute Nahrungsangebot. Räuber sind in der Regel grösser als ihre Beute, damit sind deren Generationszeiten länger.

Die zweite Regel besagt, daß bei konstanten Umweltbedingungen auch die Populationen von Räuber und Beute konstant verläuft. Geht es der Beute gut, geht es auch den Räubern gut.

Die dritte Regel besagt, daß bei einer gleichzeitigen Dezimierung von Räuber und Beute aufgrund einer Störung, die Beutepopulation kurzfristig ansteigt, wobei die Räuberpopulation absinkt.

Was heisst das? Das Gute siegt! Okder kurz gesagt, das Schwache siegt über den Starken.
Das macht Hoffnung, alles wird gut!

Montag, 16. Februar 2009

Neue Woche ...

Das Wochenende ging viel zu schnell an mir vorbei.

Der Valentinstag selbst hatte für mich nichts gebracht, ausser ein blöder Brief von der Hausverwaltung, in der sich jemand darüber beschwert hatte, dass wir im Kellerflur noch Sachen stehen haben. Könnte über so viel Falschheit und Feigheit nur kotzen. Keiner kam zu mir und hat mich darauf persönlich angesprochen. Es ist ja viel bequemer, anonym zu denunzieren.

Am Sonntag erwartete mich dafür eine kleine Überraschung. Ich war bei meiner Freundin T., um ihr neues Notebook einzurichten. Sie hatte für mich eine kleine Valentinsüberraschung und ich einen echten Schampus für sie. Ihr Onlineshop ist immer noch nicht online. *seufz* Dafür war es sehr angenehm. Wir werden das Kind schon noch schaukeln!

Heute, Montag, es fällt mir momentan alles ziemlich schwer. Nichts geht mir gerade so leicht von der Hand. Ich zähle bereits die Tage bis zur Betriebsruhe an Ostern. Meine morgendliche Meditation ist ganz offensichtlich zu kurz. Ich merke ich erwarte mehr Anerkennung von aussen, die aber nicht kommt. Komme mir ein bisschen abgeschoben vor, aufs Abstellgleis. Die Sachen, die ich gerade mache, sind wichtig, keine Frage, doch ich werde nicht gefragt und jene, die gefragt werden, reden z.T. Müll. Nicht alle, aber einige. Ich frage mich, ist das die ausstehende Midlife-Crisis oder nur PMS?

Mein Chef hat von seinem Chef erfahren, dass eine wichtige Aufgabe unseres Teams verlagert werden soll, an jene, die eigentlich kein Interesse daran haben in diesem Punkt in unserem Sinne zu arbeiten. Wir alle wissen das und die Schwierigkeiten liegen bereits in der Luft. Wenn nur nicht der Arbeitsplatz eines externen Kollegen daran hängen würde. Habe heute meinen Chef darauf angesprochen und ich kann nun hoffen, dass er es nicht von seinem Radar verliert.

Ein Chaosthema folgt dem anderen. Es macht momentan keinen Spass mehr ....

Mein Seelenpflaster für heute, ich war bei einer Mini-Kosmetikbehandlung, die meine Stammapotheke in regelmässigen Abständen organisiert. Hat mir sehr gut getan. Am Ende des Abends stand ein Gemüseteller vom Türken und 2 Gläser Wein auf dem Tisch.

Eigentlich wollte ich abnehmen, doch der Sinn stand mir heute nach etwas anderem und ich frage mich, wo ist das Licht am Ende des Tunnels....

YodaL

Freitag, 13. Februar 2009

Trauer

bin heute sooooooo tief traurig und ich weiss nicht so recht warum.

In meinem Onlinegame, das ich schon sooooooooooo lange spiele, habe ich 2 Planeten verloren, das hat mich zwar wütend gemacht, doch das kann es nicht sein.

Schon eher die Tatsache, daß ich mein Auto im März gegen ein anderes tauschen muß, das ich eigentlich nicht will. Ich brauch aber ein Auto und ein anderes bezahlbares ist nicht da.

Im Büro gibt es Veränderungen, neuer Spartenchef, der mir alles andere als Mut auslöst. Arbeit, die ich kaum bewältige und Entscheidungen, die einfach nur falsch und inkompetent sind. Ich fühle mich irgendwie ohnmächtig. Es scheint, als ob sich alles in Auflösung befindet, sich neu ordnet. Ich kann momentan keine Nachrichten ertragen, obwohl ich weiss, daß ich auf dem Laufenden bleiben muß.

Brauche unbedingt eine andere Wohnung, doch die Angebote sind für mich momentan nicht finanzierbar.

Meine finanzielle Situation stagniert, trotz der winzigen Lichtblicke, für die ich dankbar bin.


Ich könnte heute nur heulen ..... Hier gibts kostenlose Smilies

Dienstag, 10. Februar 2009

Einen auf den Deckel und ne Wahnsinns Nachricht

Manchmal könnte ich aus der Haut fahren! 3D Smileys

Hab vor vielen vielen Wochen einen Auftrag zum Abtransport eines Druckers gegeben, der mir als erledigt gemeldet wurde. Hab ich aber nicht überprüft, wegen Überlastung. War ein Fehler .... ein grosser Fehler. Heute bekam ich ne Retourkutsche von meinem Chef.
3D Smileys Ich ärgere mich so sehr über mich!!!!!!!!!!!!!!!

Dann kommt 5 Minuten später die Sensationsmeldung schlechthin! Wolgang Bernhard wird unser neuer Chef. Oh man
3D Smileys soll ich nun jubeln oder heulen. Das riecht nach richtigem Stress.


..... Bin eher zufrieden mit der Entscheidung. Kann nur besser werden! 3D Smileys

Montag, 2. Februar 2009

Der Beginn einer besonderen Freundschaft ...

Wie bereits angekündigt, war ich also vergangenen Freitag auf einem weiteren Buddhismus-Vortrag mit dem Titel "Gottheiten im tibetischen Buddhismus".

Dabei wurden die wichtigsten Gottheiten oder auch Boddhisattvas vorgestellt. Der Vortrag war insgesamt sehr interessant und aufschlußreich. Neben Chenrezi, Amithaba und der grünen Tara war auch der
Medizin-Buddha!

Die Nonne meinte das Mantra zur Anrufung habe eine sehr starke Wirkung auf die Psyche und auf das Gehirn. Das Rezitieren des entsprechenden Mantras soll gegen alle innere und äussere Krankheiten helfen, darunter auch Übergewicht. Es könne den Alterungsprozess verlangsamen und sogar materielle Mangelzustände auflösen.



Mir wurde klar, hier ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! . Meine Freundin meinte nur. so lange du das Mantra rezitierst, kannst du schon nicht essen Doch im Ernst, das Mantra hilft uns, unseren Herzensweg zu realisieren.


Kaum zu Hause, mußte ich mir sofort das Mantra im iNet suchen. Und ich bin auch fündig geworden!



Ich finde es schön und hilfreich das Mantra zu lernen.

YodaL

Mittwoch, 28. Januar 2009

Buddhismus-Vortrag

Gestern war ich mit meiner Freundin auf einem schönen Vortrag zum Thema "Buddhistische Meditationsmethoden", der von einer buddhistischen Nonne gehalten wurde, die in einem tibetisch-buddhistischen Kloster in Schottland lebt.

Es gab einen Überblick zur Geschichte des Buddhismus, dem Leben von Buddha Gautama und der Struktur im Buddhismus selbst. Es gibt im Buddhismus vier grosse Säulen:

  • Theravada
    die älteste noch existierende Schultradition, die auf jene Mönchsgemeinschaft der ersten Anhängern Buddhas zurückgeht. Theravada wird auch der Weg der Entsagung bezeichnet.

  • Hinayana
    dem kleinen Fahrzeug oder kleiner Weg. Hier wünscht der Gläubige für sich selbst die Erlösung vom Leid. In Anbetracht auf das Leid das alle Lebewesen durchleben, bedeutet die Hinwendung ausschliesslich auf die eigene Erlösung eine kleinere Ausrichtung. Hinayana ist so ein Aspekt des Mahayana.
  • Mahayana
    dem grossen Fahrzeug oder grosser Weg. Der Gläubige wünscht nicht nur für sich, sondern für alle Lebewesen die Erlösung vom Leid. Das Wohl der eigenen Person wird zum Wohle aller untergeordnet! Es ist der Weg der Ansammlung.

    Im Mahayana gibt es zwei Ausrichtungen:
    1. Nagarjuna - der Lehre von der Leere mit tantrischen Methoden
    2. Asanga - dem Entwickeln der Tugenden der Boddhisatvas

    Die Motivation hierzu ist in dem folgenden Zitat sehr treffend beschrieben:
„Da Bodhisattvas die Fehler der zyklischen Existenz sehen,
bleiben sie nicht hier. Da sie für andere sorgen, bleiben sie nicht im Nirvana.
Um die Bedürfnisse anderer zu erfüllen, entscheiden sie sich dafür, im Kreislauf
des Seins zu bleiben.“
(Bhavaviveka)
  • Vajrayana
    dem Diamantfahrzeug. Vajrayana ist der Weg der Mantras und Mudras. Er basiert auf dem Mahayana. Vajrayana wird auch der Weg des Resultats bezeichnet.

Diese Wege schliessen sich nicht aus, sondern ergänzen einander. Diese Wege haben alle dasselbe Ziel. Sie unterscheiden sich lediglich in den Methoden.

Zu jeder der o.g. Säulen gab es eine kleine Meditation. Das hat mir besonders gut gefallen! Alle Meditationstechniken waren mir zwar bereits vertraut, doch es ist immer wieder schön, diese auch mit anderen zu üben. Ich werde am Freitag noch einen Vortrag besuchen, mit dem Thema "Gottheiten im tibetischen Buddhismus".

Am Ende kam eine kleine Diskussion auf, ausgelöst von einem der Besucher, der die Sache mit dem Karma und der Wiedergeburt so nicht sinnig fand. Er fragte nach dem Warum und dem Wie. Die Erklärungen der Nonne waren schlicht aber für den Herren nicht zufriedenstellend. So hab ich mich dann auch spontan zu Wort gemeldet. Ich fand für ihn zwar teilweise eine schlüssige Erklärung, dennoch fand er die Sache mit dem Karma und der Wiedergeburt immer noch unlogisch. Die Mehrheit der Gesellschaft fand diesen Aspekt im Buddhismus durchaus logisch.

Alles in der Natur entsteht, blüht und vergeht, um Jahreskreis wieder aufzuleben. Alles in der Natur verläuft zyklisch, das endet auch nicht beim Menschen. Wir stehen morgens auf, gehen unseren Aktivitäten nach, um Abends wieder ins Bett zu gehen und zu schlafen. Der Schlaf als der kleine Tod symbolisiert im kleinen eben diese Lebenszyklen. Alles ist vergänglich, nichts währt ewig und dennoch das Leben in allem ist immer dasselbe. Wir erschaffen unsere Welt mit unseren Gedanken. Das ist unsere Freiheit! Wir entscheiden, wie wir unsere Leben gestalten und wie wir unser Schicksal aufnehmen. Entweder als immer währendes Leid oder als eine Herausforderung, daran zu wachsen. Das letztere ist mir da am nächsten. Wenn es auch zuweilen schwer fällt. Was früher als esoterisches Hirngespinst belächelt wurde, wird jetzt in der Quantenphysik als elementare Wahrheit gelehrt.

Der Abend hat mir sehr viel gebracht und ich freue mich schon auf den kommenden Freitag! In diesem Sinne


mein Buddha-Tangka an der Wand

YodaL